Was darf mit ins Handgepäck?

Alle Informationen rund um das Thema Handgepäck auf einer Plattform.

Jeder Fluggast hat die Möglichkeit, zusätzlich zu dem am Schalter aufgegebenen Gepäck auch Handgepäck mit in die Fluggastkabine zu nehmen. Der Internationale Weltluftraumverband IATA gibt Empfehlungen bezüglich Maße und Gewicht des Handgepäcks, die jedoch nicht zwingend sind und von den Fluggesellschaften unterschiedlich behandelt werden. Die nachstehenden Handgepäck Infos dienen dazu, sich vor dem Flugantritt einen Überblick zu verschaffen.

Was darf ins Handgepäck?

Für die Mitnahme von Gegenständen als Handgepäck gibt es zur Sicherheit der Fluggäste einheitliche Bestimmungen. Wichtige Dinge wie Portemonnaie, Ausweispapiere, Schlüssel, Laptop, Handy (im Flugmodus) oder Medikamente dürfen mit ins Handgepäck. Flüssigkeiten wie Getränke oder Wasser für zwischendurch dürfen nur bis zu einer Menge von 100 ml pro Gefäß mitgenommen werden, gleiches gilt auch für Kosmetikartikel wie Shampoo, Zahnpasta, Creme oder Parfüm. Ausschlaggebend ist dabei, was auf dem Gefäß steht und nicht, wie viel drinnen ist. Die Artikel müssen in einem wiederverschließbaren, transparenten Beutel (z. B. Zip-Gefrierbeutel) mit einem Fassungsvermögen von 1 l transportiert und bei der Sicherheitskontrolle vorgezeigt werden. Davon ausgenommen sind Medikamente und Babynahrung für Kinder unter 2 Jahren, wenn diese während des Fluges benötigt werden. Duty-Free-Artikel, die nach der Bordkontrolle gekauft wurden, können ebenfalls als Handgepäck mit an Bord genommen werden. Viele Fluglinien erlauben zusätzlich zum normalen Handgepäck die Mitnahme eines persönlichen Gegenstandes wie Mantel, Jacke, Handtasche, Regenschirm, Gehstock oder Rollstuhl (sofern darauf angewiesen). Für mitreisende Kinder unter 2 Jahren ist meist die Mitnahme einer Baby-Tragetasche, eines Kinderautositzes oder eines faltbaren Buggys gestattet.

Was darf nicht ins Handgepäck?

Grundsätzlich gehören Waffen jeglicher Art (auch Spielzeugwaffen für Kinder) oder Dinge, die als Schläger (z. B. Tennisschläger) benutzt werden könnten, nicht ins Handgepäck. Entzündliche Stoffe wie Feuerzeuge, Streichhölzer oder Nagellackentferner werden bei der Sicherheitskontrolle ebenso beanstandet wie scharfe oder spitze Gegenstände (z. B. Messer, Rasierklingen). Auch Sport- und Freizeitgeräte wie Schlittschuhe, Wanderstöcke, Angelsachen oder Skateboards werden nicht als Handgepäck akzeptiert. Verstöße können mit bis zu 2 Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden.

Gewicht und Maße des Handgepäcks

Die IATA empfiehlt als Handgepäck Maße 56x45x25 cm. Dabei handelt es sich jedoch nur um eine Empfehlung und viele Fluglinien haben andere Maßvorgaben, die sich auch immer wieder ändern können. Selbst das maximale Handgepäck Gewicht variiert von Fluglinie zu Fluglinie, wobei in vielen Fällen das Maximalgewicht 5 kg (Economy) beträgt. Sofern kein Maximalgewicht angegeben wird, gilt die allgemeine Regel: Das Handgepäck muss vom Fluggast ohne fremde Hilfe in die Gepäckfächer oberhalb der Sitze oder unter dem Vordersitz untergebracht werden können. Dabei ist es unerheblich, ob es sich bei dem Handgepäck um einen Trolley, eine Tasche oder einen Rucksack handelt, solange die vorgegebenen Maße und das Maximalgewicht eingehalten werden. Allerdings muss man beim Abmessen des Handgepäcks auch immer Griffe, Außentaschen und evt. Rollen mit berücksichtigen. Mittlerweile kontrollieren die Fluglinien die Einhaltung der Handgepäckvorgaben und verlangen für zu schweres bzw. zu großes Gepäck einen nachträglichen Check-In und erhebliche Gebühren. Daher empfiehlt es sich, sich vor dem Abflug bei seiner Fluglinie nach dem zulässigen Maximalgewicht und der Maximalmaße zu erkunden. Häufig gibt es einen separaten Ständer, um die Maße des Handgepäcks selbst überprüfen zu können.